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Der Komponist Gustav Mahler in Toblach
"Hier ist es wunderherrlich und repariert ganz sicher Leib und Seele ..." so empfand Gustav Mahler, der berühmte Komponist, seine Sommerfrische in Toblach. Er verweilte in den Sommermonaten von 1908 bis 1910 auf dem Trenkerhof in Altschluderbach, wo er die "Neunte Symphonie", die unvollendete "Zehnte Symphonie" und "Das Lied von der Erde" schuf.
Im Rahmen der Gustav Mahler Musikwochen, die jeden Sommer stattfinden, werden die schönsten und berühmtesten Werke des großen Komponisten gespielt.
Der Komponist und Kapellmeister Sebastian Baur
Sebastian Baur wurde am 20. April 1878 geboren. Er wirkte Zeit seines Lebens in Toblach. Seine Ausbildung genoss er in der Knabensingschule in Neustift bei Brixen sowie an der Lehrerbildungsanstalt in Bozen. Baur beherrschte vor allem das Spiel auf dem Klavier und der Orgel. Da er wiederholte Male die Stelle des Kapellmeisters bekleidete, war ihm auch die Spieltechnik der Blasinstrumente nicht unbekannt.
Sebastian Baur wirkte hauptsächlich als Organist und Chorleiter in Toblach sowie in Sexten und wurde in dieser Funktion in Fachkreisen sehr geschätzt. Sein kompositorisches Schaffen umfasst zehn Messen, einige Requien, mehrere Tantum-Ergo, Offertorien und Prozessionsgesänge. Die Werke für Blasorchester schrieb er ausschließlich für die Musikkapelle Toblach. Er starb am 12. September 1947 in seinem Geburtsort.
Kaiser Maximilian I. und die Toblacher Herbstenburg
Gleich hinter dem Friedhof der Pfarrkirche von Toblach erheben sich die mächtigen, festungsartigen Mauern der Herbstenburg. Die Burg wurde 1500 von den Brüdern Kaspar und Christoph Herbst zu Herbstenburg als Vogteisitz erworben und zu einer befestigten Anlage umgebaut. Heute steht der Ansitz in Privatbesitz einer adeligen Familie.
Die Herbstenburg diente im Jahre 1508 und 1511 Kaiser Maximilian I. von Habsburg als Hofquartier. Kaiser Maximilian I. war der Sohn von Kaiser Friedrich III. und wurde im Jahre 1495 in Wiener Neustadt geboren. Er heiratete im Jahre 1477 Maria von Burgund. 1508 nahm Maximilian mit Zustimmung des Papstes aber ohne Krönung in Rom die Kaiserwürde an. Er nannte sich von da an "Erwählter Römischer Kaiser".




















