Besichtigungsmöglichkeiten:
täglich 8 - 18 Uhr
Die Stiftskirche von Innichen ist der schönste Sakralbau romanischen Stils im Ostalpenraum. Als das vom bayrischen Herzog Tassilo III. im 8. Jahrhundert gegründete Benediktinerkloster zum Hl. Candidus um 1143 in ein Kollegiatstift umgewandelt wurde, begann man mit dem Bau der Kirche, die ihre heutige Gestalt erst um 1280 bekam; der Glockenturm wurde erst in den Jahren 1320 bis 1326 errichtet. Das monumentale Mauerwerk erinnert an den Festungsstil der Kreuzritter und die vielen Burgen, die zur Zeit der Stauferkaiser errichtet wurden. Eine starke Gottesburg sollte auch die Kirche sein. Besonders sehenswert sind das monumentale romanische Kuppelfresko, die besondere Kreuzigungsgruppe und die symbolträchtige Krypta.
Tipp: von Mitte Juni bis Mitte September gibt es wöchentlich kunsthistorische Führungen durch die Stiftskirche und die St. Michaelskirche.
Besichtigungsmöglichkeiten:
täglich 8 - 18 Uhr
Die aus dem 12. Jhdt. stammende Kirche romanischen Stils wurde nach 1735 zu einem einzigartigen Barockjuwel umgebaut, dessen vielgestaltete Ornamentik bereits an die üppige Verspieltheit des Rokoko erinnert. Die Außenansicht bestimmen die geschwungenen Fensterformen, die Statuennischen, die prächtige Hauptfassade - sie ist von einem Kreuz, Fanfarenengeln und Flammenschalen gekrönt -, die volutenförmigen Mauerstreben und der schmucke Rundturm. Zweifellos gehört diese Kirche zu den schönsten barocken Sakralbauten Tirols.
Besichtigungsmöglichkeiten: täglich 7.30 - 18.30 Uhr (Kreuzgang nur auf Anfrage).
In der 1697 durch den Brixner Fürstbischof geweihten Franziskanerkirche kommt die Reduktion auf das Wesentliche zum Tragen, heben sich doch die in der Gegenreformation errichteten Ordenskirchen von denen der traditionellen besitz- und kulturträchtigen Stifte durch ihre schlichte und klare Bauweise ab (Planung: Franziskanerbruder Vitus Rastbichler aus dem Ötztal). Der Verzicht auf einen hohen Glockenturm, auf komplizierte Wölbungen und Deckengemälde soll das Armutsideal verdeutlichen.
An das Langhaus ist im Eingangsbereich die kleine Antoniuskapelle angefügt, die für die Privatandacht bestimmt ist. Das Chorgebet verrichteten die Patres ursprünglich auf der Empore. Von der ersten Ausstattung der Kirche ist nur mehr wenig erhalten, darunter die großen Ölbilder an den Seitenaltären und die Franziskanerheiligen an der Südwand. Die heutigen Altäre sind zierliche Arbeiten des Rokoko. Mit der 1992/94 behutsam durchgeführten Restaurierung rückte das Kloster seinem ursprünglichen Aussehen wieder näher (Verleihung des Europa-Nostra-Preises im Juni 1994).
Besichtigungsmöglichkeiten:
Informationen im Tourismusverein Innichen
Das Außerkirchl ist ein eigenartiges Werk christlicher Baukunst und gleichzeitig ein Zeugnis barocker Volksfrömmigkeit. Es handelt sich um drei aneinandergebaute Kapellen. Der Innichner Gastwirt Georg Paprion, einer der vielen frommen Pilger des 17. Jahrhunderts, holte sich aus Jerusalem Grund- und Aufriss der Grabeskapelle auf Golgotha und erbaute hier eine Heiliggrabkapelle, die 1653 vollendet wurde. Schon um 1633 hatte er nach dem Muster der Altöttinger Gnadenkirche die Rundkapelle - eben die Altöttinger Kapelle - mit dem Spitzdach und dem anschließenden Langhaus bauen lassen, das im Volksmund Leidenskapelle genannt wird.
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