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Die Sextner Sonnenuhr: ein Naturschauspiel

Die Bergriesen um Sexten bieten ein ganz besonderes Naturschauspiel: die fünf Dolomiten-Gipfel Neuner, Zehner (Sextener Rotwand), Elfer, Zwölfer und Einser bilden die so genannte Sextener Sonnenuhr. Der Zwölfer mit seinen 3.094 m Höhe liegt bereits über der 3.000-er Schallmauer und ist in der Nähe der Drei Zinnen, dem Wander- und Kletterparadies.

 

Neuner                          Zehner                  Elfer                                           Zwölfer                               Einser


Bergsonnenuhr von Sexten – die größte steinerne Sonnenuhr der Welt.

So funktioniert die Bergsonnenuhr in den Dolomiten

Um 12 Uhr wahre Ortszeit steht die Sonne genau im Süden und hat ihren Höchststand, der Beobachter genau nördlich sieht die Sonne über der Spitze. Wenn man den Sonneneinfallswinkel zusätzlich berücksichtigt, ergeben sich die angegebenen Zeitpunkte, an denen die Sonne genau an der Spitze sichtbar ist. Das gleiche kann man jetzt auch für die anderen Stundenberge machen, dabei ergeben sich durch die Projektion leicht gekrümmte Linien. Es fällt auf, das sich die Linien in der Gegend von Bad Moos drängen, nur von dort stimmt der Sonnenlauf mit der Bergbezeichnung überein. Der Winterpunkt der Einserlinie liegt genau im Mittagsmeridian, zur Wintersonnenwende steht die Sonne um 12 Uhr genau über dem Zwölfer und um 13 Uhr (WOZ) genau auf der Spitze des Einsers. 9 Uhr- und 10 Uhr-Sonnenstände sind wegen des vorgelagerten Bergrückens nicht sichtbar.

 

Ein Naturphänomen: die Sextner Sonnenuhr

Nördlich des Winterpunktes der Einserlinie liegt die Höhe 1412. Sie hat den bezeichnenden Namen "Heidegg", Innerebner vermutet, dass dieser Punkt ein frühzeitlicher Kult- und Siedlungsmittelpunkt war. Die Römer rechneten mit einer anderen Zeiteinteilung, sie begannen bei Sonnenaufgang zu zählen. Die 12 Uhr war also die "sexta hora". Innerebner sieht darin einen Hinweis, dass der Ortsname Sexten vom Zwölferkofel stammt, der einst die "sexta hora" anzeigte.

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