Monte Piano Freilichtmuseum & Kriegerfriedhof

Kriegsschauplatz im Ersten Weltkrieg

Im Ersten Weltkrieg kämpften am Monte Piano (2324 m) Österreicher und Italiener gegeneinander. Der Nordgipfel war von den Österreichern, der südliche Hauptgipfel von den Italienern besetzt. Stellungsanlagen, Schützengräben und Stollen beider Seiten lagen sich nur wenige Meter gegenüber. 14.000 Soldaten, Italiener wie Österreicher, haben hier ihr Leben verloren und fanden am Kriegerfriedhof Nasswand ihre letzte Ruhe.

Der Wanderweg auf den Monte Piano führt durch das ehemalige Frontgebiet, entlang sorgfältig wiederhergestellter Schützengräben, Tunnels, Bergstollen und Bombenabwurfstellen. In der Bosihütte kann eine Sammlung von Fundstücken betrachtet werden.

Informationen zum Shuttledienst vom Rifugio Genzianella zur Bosihütte erhalten Sie unter der Rufnummer +39 338 52 82 447 oder +39 336 30 97 30 oder info@montepiana.com, www.montepiana.com


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Kriegerfriedhof Nasswand
Hinter dem Nasswandvorsprung befand sich während des Krieges der Hauptverbandsplatz der Österreicher. Wer im Lazarett starb, wurde sofort und ohne Unterschied von Herkunft und Nation neben dem Hauptverbandsplatz begraben. So entstand der Kriegerfriedhof Nasswand.

Nachdem Südtirol an Italien angegliedert worden war, übernahm das italienische Militär die Aufgabe, die vielen kleinen Frontfriedhöfe zu einigen wenigen größeren zusammenzulegen. In der Zeit von 1926 bis 1938 wurden die Gefallenen umgebettet. Während die “Deutschen” abtransportiert wurden, kamen aus ganz Südtirol die Überreste von Gefallenen anderer Nationalitäten auf den Kriegerfriedhof Nasswand. 1.259 Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte.

Der 3.174m² große Kriegerfriedhof steht heute unter Denkmalschutz. Er ist zum Teil Eigentum des “Commissariato Generale Onoranze Caduti in Guerre”, zum anderen ist er Eigentum der Familie Fuchs, die ihn mit Sorgfalt instandgesetzt hat und heute noch pflegt.